Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zur Unfallversicherung. Mit dem Abschluss eines solchen Vertrages sichern Sie Ihre Arbeitskraft, falls diese tatsächlich durch einen Unfall oder ein inneres Leiden nicht mehr gegeben ist.

Die Leistungen der gesetzlichen Versicherung sind bei weitem nicht ausreichend. So haben Personen, die nach 1961 geboren sind, keinen Anspruch auf gesetzliche Versorgung. Angesichts des geringen Niveaus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist das Risiko durch Berufsunfähigkeit in finanzielle Not zu geraten sehr hoch. Die gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten betragen im Durchschnitt rund € 700,- im Monat.
In den ersten sechs Monaten der Berufsunfähigkeit erbringt der Staat keinerlei Leistung, also gerade in der Zeit, wo finanzielle Unterstützung besonders erforderlich ist. Auch das Durchsetzen des Anspruchs auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente wird durch das Erfüllen einiger Bedingungen erschwert. So besteht der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente nur, wenn in den letzten drei Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung ununterbrochen und insgesamt fünf Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wurden.
Das bedeutet, dass, wenn der gesundheitliche Zustand theoretisch die Voraussetzungen erfüllt, nicht automatisch ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente entsteht. Durch diesen Sachverhalt wird die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung noch einmal betont. Wenn Sie sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice entschließen, sollten Sie darauf achten, dass in Ihrem Vertrag folgende Inhalte dokumentiert sind:

- Verzicht auf abstrakte Verweisung

- Verzicht auf abstrakte Verweisung in der Erstprüfung

- Verzicht auf abstrakte Verweisung bei Nachprüfung

- Verzicht auf abstrakte Verweisung ab einem bestimmten Alter Beruf und bisherige Lebensstellung

- Verbindliche Regelung für die bisherige Lebensstellung

- Definition zuletzt ausgeübter Beruf Fristen und Zeiträume

- Prognosezeitraum von sechs Monaten

- Rückwirkender Berufsunfähigkeitsschutz

- Rückwirkende Zahlung nach Meldung des Leistungsfalls

- Klagefrist

- Zeitliche Befristung ohne Nachprüfung Regelungen des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG)

- Verzicht auf § 19 VVG

- Verzicht auf § 163 VVG Verzicht auf konkrete Verweisung

- Verzicht auf konkrete Verweisung

- Verzicht auf konkrete Verweisung bei Vorliegen bestimmter Umstände


Worauf ist außerdem zu achten: 

- Beitragsstundung

- Begrenzung des Rücktrittrechts

- Verzicht auf Arztanordnungsklausel

- Weltweiter Versicherungsschutz

- Nachversicherungsgarantien Versicherungsschutz für jeden möglich?


Man muss wissen, dass die Versicherungsgesellschaften, bevor sie den gewünschten Versicherungsschutz dokumentieren, eine Risikoprüfung vornehmen. Diese bezieht sich auf die derzeitige gesundheitliche Situation der zu versichernden Person sowie auf die Risiken, die aus den ausgeübten Berufen bzw. den Hobbys der Antragssteller entstehen können.