Betriebliche Altersversorgung

Die Durchführungswege sind: 

Direktversicherung

Wird der Durchführungsweg einer Direktversicherung gewählt, schließt der Arbeitgeber bei einem Versicherer seiner Wahl eine Lebens- oder Rentenversicherung ab, die den Arbeitnehmer als Begünstigten einsetzt. Den Beitrag zahlt im Fall der Entgeltumwandlung der Arbeitnehmer selbst, alternativ ist eine Finanzierung mittels Arbeitgeber möglich. Auch eine Aufteilung der Beitragszahlung ist zulässig.

Die Leistungserbringung schließlich erfolgt durch das jeweilige Versicherungsunternehmen. Stirbt der Versicherer vor Eintritt des Versicherungsfalls besteht das Bezugsrecht für die Hinterbliebenen.

Direktversicherungen unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Ansprüche des Arbeitnehmers sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers gesichert. 

Pensionskasse

Bei einer Pensionskasse handelt es sich um rechtlich selbständige Unternehmen, gegenüber welchen für den Arbeitnehmer bzw. dessen Hinterbliebene ein Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen besteht, für Rentenverbindlichkeiten haftet auch in erster Linie die Pensionskasse und erst in zweiter Linie (subsidiär) der Arbeitgeber selbst.

Kontrolliert werden Pensionskassen durch die BaFin, eine zusätzliche Insolvenzversicherung besteht nicht. Sicherheit für den Arbeitnehmer besteht dennoch, da Pensionskassen vom Unternehmen unabhängig und folglich von dessen eventueller Insolvenz nicht betroffen sind.  

Pensionsfonds

Der Pensionsfonds wurde als Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2001 geschaffen und ist als eine Variante des Durchführungswegs der Pensionskasse anzusehen.

Auch ein Pensionsfonds ist ein rechtlich selbständiges Unternehmen, dem gegenüber dem Versicherten bzw. dessen Hinterbliebenen Leistungsansprüche entstehen. Der Unterschied zur Pensionskasse besteht darin, dass das kapital teilweise in Investmentfonds angelegt wird. Da hierbei keine Pflicht zu besonders konservativer Kapitalanlage besteht, kann die Anlage entsprechend flexibler gestaltet werden.

Wie bei Pensionskassen findet eine Kontrolle durch die BaFin statt. Wegen des höheren Risikos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer besteht zu dem Insolvenzsicherungspflicht beim Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG). 

Direktzusage

Bei der Direktzusage besteht der Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf eine Versorgungsleistung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber verpflichtet sich also, dem Arbeitnehmer bzw. dessen Hinterbliebenen bei Eintritt des Versorgungsfalls (Rentenalter, Invalidität, Tod) eine Rente zu zahlen. Deren Höhe richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Höhe des früheren Einkommens.

Eine Aufsicht durch die BaFin findet nicht statt, doch sind im Insolvenzfall des Unternehmens die Ansprüche des Arbeitnehmers durch eine gesetzliche Insolvenzsicherung (PSVaG) geschützt. Der Pensionssicherungsverein übernimmt die Leistungsverpflichtung des Arbeitgebers. 

Unterstützungskasse

Bei Unterstützungskassen handelt es sich um rechtlich selbständige Versorgungseinrichtungen, deren Träger eines oder mehrere Unternehmen sind. Die Beiträge werden durch den Arbeitgeber gezahlt.

Da dem Arbeitnehmer kein formaler Rechtsanspruch auf Versorgungsleistungen gewährt wird, findet keine Kontrolle durch die BaFin statt, dafür haften die Trägerunternehmen für die Pensionsverbindlichkeiten der Unterstützungskasse. Ausreichend Schutz für den Versicherten besteht durch eine Absicherung über den PSVaG dennoch.