Private Krankenvollversicherung

Prinzipien der privaten Krankenvollversicherung

In der privaten Krankenvollversicherung wird für jeden Versicherten ein eigener Beitrag ermittelt.

Die Höhe richtet sich nach Alter, Geschlecht, den gewählten Versicherungsleistungen und den Gesundheitsverhältnissen der versicherten Person.

Jeder Versicherer bildet Altersrückstellungen. Durch eine Altersrückstellung wird die altersbedingte höhere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in der privaten Krankenversicherung berücksichtigt. Die Kalkulation basiert auf der Prämisse, dass die Kosten im Gesundheitswesen stabil bleiben und eine Beitragserhöhung nicht allein wegen des Alterns des Versicherten erfolgt. Dieses kalkulationsverfahren wird als Anwartschaftsdeckungsverfahren oder Kapitaldeckungsverfahren bezeichnet. 

Aufbau der privaten Krankenvollversicherung

Die private Krankenvollversicherung setzt sich aus fünf wichtigen Elementen zusammen. Durch diese Elemente lässt sich der Leistungskatalog der PKV gemäß der individuellen Bedürfnisse anpassen bzw. abstimmen. 

Ambulante Leistungen

Im ambulanten Tarif werden die Kosten für Arztbesuche, Medikamente, Heilmittel (wie z. B. Massagen) und Hilfsmittel (wie z. B. Sehhilfen oder Hörgeräte) erstattet.

Stationäre Leistungen

Der stationäre Tarif deckt die Kosten, welche durch Unterkunft, Pflege und Behandlung beim Krankenhausaufenthalt entstehen. Es besteht die Möglichkeit, zwischen der Unterbringung im Ein-oder Mehrbettzimmer mit Chefarztbehandlung, oder für die Unterbringung im Mehrbettzimmer mit der Behandlung durch einen Stationsarzt zu entscheiden.

Leistungen im Zahnbereich

Im Zahntarif werden die Kosten für Zahnbehandlung, Kiefer-Orthopädie (z. B. Zahnspange) und Zahnersatz übernommen. Bei der Zahnbehandlung besteht die Wahl einer Erstattung zwischen 70% und 100%, beim Zahnersatz, sowie der Kieferorthopädie liegt diese zwischen 40% und 90%.

Krankentagegeld

Das Krankentagegeld sichert den Einkommensausfall bei Krankheit oder Unfall ab und sollte in Höhe des monatlichen Nettoeinkommens abgesichert werden; eine Überversicherung ist nicht möglich.

Pflegepflichtversicherung

Die Pflegepflichtversicherung ist seit dem 1. Januar 1995 eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung. In der privaten Krankenversicherung ergibt sich der Beitrag nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand. Der Höchstbeitrag in der sozialen Pflegeversicherung (1,95% des Bruttoeinkommens) darf grundsätzlich nicht überschritten werden. Der Arbeitgeberzuschuss zur Pflegeversicherung ist analog zur Krankenversicherung geregelt.